Earning Guidence? Pro & Contra

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut eines Berichtes von Q4 veröffentlichen immer mehr börsennotierte Unternehmen eine jährliche Earning Guidance. Die Anzahl der Unternehmen, welche solche Ergebnisprognosen abgeben, hat sich laut dieses Berichtes zwischen 1995 und 2007 versechsfacht. Die Anzahl jener Unternehmen, die Vierteljährlich eine Earning Guidance abgeben, hat sich gar versiebenfacht. Was sind nun die Vor- und Nachteiler für ein Unternehmen, solche Ergebnisprognosen abzugeben?

Als Vorteil wird zum einen eine Verbesserung der Ergebnisprognosen genannt. Auch ergeben sich laut dem Bericht ein Erhöhtes Volumen und eine verringerte Volatilität. Heute sind sich fast alle einig, dass mehr Information und Transparenz eine gute Sache ist. Ungefähr 94% der 360 Befragten in der 2016 NIRI Earnings Process Guidelines Study bieten irgendeine Form der Guidance an. Dabei  muss nicht unbedingt eine einzige Metrik wie der freie Cash Flow, der ROIC oder die EBITDA-Marge für die beste Orientierung geben. Es sind weitere Kennzahlen denkbar, auf die das Unternehmen und die Aktionäre vertraut.

Viele Geschäftsführer betonen jedoch, dass die Fokussierung auf vierteljährliche Leistungen – und damit auf die Veröffentlichung eine vierteljährliche Earning Guidance – häufig kontraproduktiv ist und somit einen Nachteil darstelle. Es fördert nicht das „richtige“ Managementverhalten. Für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens sind langfristige Entscheidungen, die richtigen Investitionen, der Aufbau und die kontinuierliche Schulung von Mitarbeitern oder auch das langfristige Unternehmenswachstum wichtig. Kurzfristige Earning Guidance können dies nicht abbilden.

Die Zusammenfassung basiert auf einer Presse-Meldung von Q4 Blog. Es wird weder für die Zusammenfassung noch für die Übersetzung eine Haftung übernommen. Wir verweisen hiermit auf den Original-Bericht, der HIER abgerufen werden kann.