Managementvergütung & ESG-Faktoren

 

In vielen Teilen der Welt nimmt die Bedeutung von ESG-Faktoren für börsennotierte Aktiengesellschaften immer weiter zu. Laut eines Artikels der Harvard Law School Forum berichten 60% der Unternehmen, das ESG eine sehr wichtige Stellung einnimmt. 81 % der S&P 500 Unternehmen berichten über ESG-Belange. Auch in anderen Regionen und Ländern wie Europa oder Japan gewinnt das ESG-Reportings immer mehr an Bedeutung.
Zentraler Bestandteil eines solchen Reportings vieler Unternehmen sind Aspekte, die ohnehin seit vielen Jahren zu den unternehmerischen Aktivitäten gehörte: Diversität, ökologische Aspekte, Gesundheit oder auch Sicherheit der Mitarbeiter. Weitere Aspekte sind der Energieverbrauch oder auch die Erhaltung natürlicher Resourcen.

Der Autor des Artikels hält es für sinnvoll, die Vergütung des Managements an das Erreichen von ESG-Zielen zu koppeln. Um dieses umzusetzen, werden die folgenden Schritte vorgeschlagen:

• Machen Sie sich klar: Welche ESG-Komponenten des Unternehmens haben einen klaren Bezug zur Business Strategie?
• Führen Sie eine Analyse Ihrer Werttreiber durch: Verstehen Sie, welche der ESG-Faktoren die größten Auswirkungen auf das kurzfristige sowie langfristige Unternehmensergebnisse haben
• Identifizieren Sie die Key Performance Indicators zur Zielerreichung Ihrer ESG-Ziele
• Entwickeln Sie ein Entgeltsystem welches sind an der Erreichung Ihrer ESG-Werttreiber ausrichtet.

Eines der zentralen Vorteile eines solchen Entgeltsystems wird in der Verschiebung von Prioritäten bei den zentralen Akteuren gesehen. Ein solches „Werkzeug“ – so der Autor – erhöht den Ansporn ESG-Faktoren in das Unternehmen und die Unternehmenskultur zu integrieren.